Brandschutzanlagen Seniorenheim

Brandschutzanlagen Seniorenheim

Die Schlagzeilen über verheerende Brände in Alten- und Pflegeheimen häufen sich.

Das im Februar 2008 abgebrannte St. Vinzenzheim in Egg in Vorarlberg ist nur ein Beispiel – zwölf tote Bewohner waren die traurige Bilanz der Katastrophe. Durchschnittlich 50 mal im Jahr brennt es allein in einem Alten- oder Pflegeheim in Deutschland. Im Fall Egg gibt zu denken, da das Heim als sicher galt. Alle Verantwortlichen und Sachverständigen bestätigten, dass sämtliche vom Gesetzgeber vorgeschriebenen technischen Einrichtungen und organisatorischen Maßnahmen erfüllt waren. Österreich und explizit Vorarlberg haben dazu eine der besten Gesetzesgrundlagen, was das europäische Brand- und Feuerwesen betrifft.

Durch die modernen Raumaufteilungen und die gesundheitliche Verfassung der Bewohner sind vor allem moderne Wohngruppen mit mehr als zehn Personen gefährdet. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt. Im Mai 2004 verabschiedete die Arbeitsgemeinschaft der Bauministerkonferenz ihren Entwurf „Brandschutzanforderungen an den Bau und Betrieb von Altenpflegeheimen mit Gruppenwohnbereichen“. Ergänzend zu den Bauvorlagen fordert das Gesetz ein Brandschutzkonzept für jedes Heim mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Einige Bundesländer besitzen noch weiterreichende Richtlinien. In Baden-Württemberg sind dies beispielsweise die „Hinweise des Innenministeriums über den baulichen Brandschutz in Krankenhäusern und baulichen Anlagen entsprechender Zweckbestimmung“ aus dem Jahr 2007.